Tagesrhythmus

(exemplarisch)

  • 7.30 Uhr bis 8.55 Uhr: Bringzeit
  • 9.00 Uhr bis 9.30 Uhr: Morgenkreis: Gespräche, Lieder, Experimente, Spiele usw. Wochen- und Tagesplanung
  • 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr: verschiedene Angebote (z.B. Basteln/Werkeln, Montessori-Bereich, Spiele, Bauecke, Puppenecke, Bewegungsbaustelle); währenddessen gleitende Brotzeit,
  • 11.30 Uhr bis 12.15 Uhr: Spielen im Garten
  • 12.15 Uhr: Abholzeit vor dem Essen; die Kinder räumen auf oder erledigen ihren Tischdienst
  • 12:30 Uhr: Mittagessen; im Anschluss Vorlesen, Freispiel drinnen oder draußen
  • ab 13.15 Uhr bis 13.45 Uhr: Abholzeit

Jahresrhythmus

September: Orientierungsphase

  • Die neuen Kinder lernen den Kindergartenalltag, die Gruppe und die anderen Eltern kennen.
  • Die Gruppe orientiert sich insgesamt neu.
  • In dieser Zeit gehen die Erzieherinnen aktiv auf die Kinder zu und beobachten die Gruppen- und Individualdynamik. Sie vereinbaren feste Regeln mit den Kindern und halten diese konsequent ein. Besonders als Sicherheit für die kleinen Kinder ist es wichtig, den Tagesrhythmus einzuhalten.

Oktober, November: Machtkampfphase

  • Die Rollen innerhalb der Gruppe werden verteilt.
  • Ein aktives, verständiges Führen der Gruppe durch die Erzieherinnen ist in dieser Phase besonders wichtig.

Dezember bis März: Intimitätsphase

  • Das Wir-Gefühl ist innerhalb der Gruppe am größten.
  • Die Erzieherinnen werden zunehmend zur passiven Begleitung und führen die Gruppe allmählich zur Gestaltung des Tagesablaufes über demokratische Abstimmungsprozesse. Sie bieten Strategien zur Konfliktlösung an.

April bis Juni: "über den Tellerrand schauen"

  • Es findet eine zunehmende Außenorientierung statt, jetzt werden verstärkt Ausflüge gemacht. In dieser Zeit sind die Erzieherinnen Impulsgeber und passive Begleiter. Die übrigen Angebote richten sich stark nach den Interessen der Kinder.

Juni bis Juli: Abschiedsphase

  • Der Ablöseprozess der Vorschulkinder ist deutlich spürbar, die etwaige Trauer bei den Mittleren und Kleinen muss beobachtet werden.
  • Die Erzieherinnen führen jetzt wieder aktiv, vor allem die Vorschulkinder, und beobachtet verstärkt die Mittleren.

Zusätzliche pädagogische Aktivitäten

Im Kindergarten werden diverse Feste gefeiert, u.a. Kartoffelfest, St. Martin, Nikolaus, Ostern, Sommerfest.

Die Gruppe unternimmt Ausflüge, etwa zur Feuerwehr, Polizei, zum örtlichen Bäcker, in Museen oder in den Gasteig.

Fest etabliert sind die Waldwochen im Sommer, in denen die Gruppe nach Möglichkeit zwei Wochen am Stück in einem nahe gelegenen Waldstück verbringt. Ein Bauwagen dient als zentrale Anlaufstelle und Rückzugsraum.

Während des Kindergartenalltags findet zur Zeit einmal wöchentlich Englisch bei einem Lehrer statt.

Vorschulerziehung

In vielen Einrichtungen findet die Vorschulerziehung in den letzten Monaten der Kindergartenzeit statt. Im Sinne der Montessoripädagogik werden im Kindergarten Eulennest die einzelnen Fertigkeiten und Fähigkeiten nicht zu einem festgelegten Zeitpunkt mit allen Kindern gleichzeitig trainiert, sondern jedes Kind entwickelt sich im Laufe der Kindergartenzeit seinem Können- und Entwicklungsstand entsprechend. Hilfreich sind hier auch die eingesetzten Montessori-Materialien. Besonders die lebenspraktischen Fertigkeiten, wie etwa Schuhe binden, mit der Schere umgehen usw. lernen die Kinder von Anfang an.

Im letzten Kindergartenjahr übernehmen die Kinder verstärkt Verantwortung in verschiedenen Bereichen, ihnen werden Aufgaben übertragen und auf die genaue Ausführung geachtet. Sie erleben sich als "die Großen" in speziellen Ausflügen, etwa zur Polizei oder in das Kindertheater, und dürfen gegen Ende eine Nacht im Kindergarten mit der Erzieherin gemeinsam verbringen.